
Wir, die Fraktion KOMBI-FWG bekennen zur Ansiedlung eines Rechenzentrums in Groß-Gerau/Dornberg am Lausböhl.
Bevor wir uns dafür entschieden haben dem weiteren Bauverfahren (B-Plan, städtebaulichen Vertrag etc.) unsere Zustimmung zu geben, haben wir uns über verschiedene Kanäle Informationen eingeholt.
Zum einen war der Bauherr und Inhaber des 14 ha Gewerbegrundstückes – die Firma Vantage – mehrmals in unserer Fraktionssitzung in Groß-Gerau als Gast anwesend. Fragen der Anwesenden wurden alle glaubhaft und vertrauensvoll beantwortet und mit Schriftstücken belegt.
Wer nun der Meinung ist, dass wir unsere Entscheidung nur aufgrund dieser Information getroffen haben, ist falsch informiert. Wie bekannt, betreibt Vantage 5 Rechenzentren in Raunheim. Teile unserer Fraktion haben in den letzten Monaten das Angebot von Vantage genutzt und haben das Rechenzentrum besichtigt. Damit jedoch nicht genug, haben wir unsere Informationen über das Rechenzentrum direkt aus der Stadtverwaltung Raunheim angefordert. Erst nach der anschließenden nochmaligen Prüfung der Unterlagen haben wir unser Votum für das Rechenzentrum einstimmig getroffen.
Rechenzentrum Ja oder Nein ist nach Ansicht der KOMBI-FWG eine essentielle Frage für Groß-Gerau.
Das wir mit unserer Ansicht und der essentiellen Einstufung für das Rechenzentrum nicht alleine dastehen, ist aus dem Bericht Unternehmensverbandes ersichtlich: „Unternehmerverband bedauert das Aus für Rechenzentrum in Groß-Gerau“ ist aus der FR vom 13.02.26 zu entnehmen.
Umso unverständlicher bewertet die KOMBI-FWG das Verhalten einer ablehnenden Fraktion im Stadtparlament, die Gesprächsangebote von Vantage schlichtweg mit Stillschweigen ignorierte und zu keinem Gespräch bereit war. Man war also nicht bereit, die vorhandenen Bedenken oder Fehlinformationen mit Vantage zu besprechen, diskutieren bzw. auszuräumen.
Bedenken anderer Fraktionen, dass nur wenige Arbeitsplätze durch ein Rechenzentrum entstehen würden, können wir nicht nachvollziehen. Laut Aussage von Vantage werden ca. 180 Arbeitsplätze in Groß-Gerau entstehen plus externer Arbeitnehmer wie z.B. für den Wachdienst, Reinigung, Fachfirmen.
Das Hotel und Gastgewerbe wird ebenso profitieren wie Discounter und der Groß-Gerauer Einzelhandel ist sich die KOMBI-FWG sicher und hofft, dass die Absage durch das Stadtparlament Vantage nicht in die Arme einer anderen Kommune treibt.

