Und wieder hat das Stadtparlament einen richtungsweisenden Beschluss mehrheitlich zum Nachteil für Groß-Gerau getroffen.
Man möge sich in diesen Zusammenhang an die Bebauung des ehemaligen Südzuckergelände erinnern. Ursprünglich wollte die REWE-Group hier ein Lage mit einem entsprechen Kühlhaus errichten. Am Ende ist die Ansiedlung von REWE-Group an verschiedenen Einsprüchen gescheitert. So war der zu erwartende LKW Verkehr letztendlich der Hauptgrund für eine Ablehnung.
Und was Ist geschehen?
Der LKW-Verkehr für die Logistik Betriebe ist stärker als vom Rewe angedacht.
Rewe ist weiter gezogen und hat die Hallen in Raunheim errichtet.
Und jetzt ist die Firma Vantage, die das Grundstück Lausböhl schon im Besitz hat, mit der Ansiedlung eines Rechenzentrums in Groß-Gerau gescheitert. Auch wir die KOMBI-FWG haben uns eine Entscheidung anfänglich nicht einfach gemacht. Erst als wir Unterlagen von Vantage auf Nachfrage erhalten haben und wir uns weitere Unterlagen aus z.B. Raunheim von der dortigen Stadtverwaltung vorliegen hatten, war für uns, KOMBI-FWG, eine Entscheidung zu Gunsten Vantage getroffen worden.
Es ist dabei noch zu erwähnen, dass wir von der Stadtverwaltung keine entscheidungsfähige Unterlagen, sondern nur Analysen erhalten haben. Genauso wie wir aus der Verwaltung inklusive Bürgermeister erst fünf Minuten nach der Ablehnung eine Stellungnahme erhielten. Bürgermeister Rüddenklau teilte mit: Er sei als Bürgermeister gegen die Ansiedlung des Rechenzentrums.
Als wenig zielführend ist die Aussage der SPD Sprecherin zu bewerten. Sie war der Auffassung, dass die Verwaltung das Grundstück Lausböhl 14 Hektar = 140.000 qm hätte kaufen sollen.
Wir KOMBI-FWG fragen uns mit welchen Geld?
Das Gelände ist Gewerbefläche und wird vom Gutachter mit EURO 200 pro Quadratmeter angegeben. Wir sprechen also von 28.000.000 EURO bei einen Haushaltsfehlbetrag von 11.400.000 EURO!
Der KOMBI-FWG ist nicht nicht schlüssig wo sie das Geld hernehmen will? Am Dienstag war eine Entscheidung von den Stadtverordneten zu treffen, ob die Stadt sich ein Rechenzentrum vorstellen könne. Sonst nichts!
Die anschließende vertragliche Gestaltung und die Kosten wären dann von Vantage übernommen worden und der Stadtverwaltung sowie den Stadtverordneten zur endgültigen Genehmigung vorgelegt worden. Die Angst der SPD Fraktion, dass hieraus noch ein Rechtsstreit entstehen könne und die Kosten hierfür im Millionen Bereich liegen könnte, ist nach unserer Meinung an den Haaren herbeigezogen. Haben die SPD Kollegen vergessen, das wir über den HSGB uns anwaltliche Hilfe holen können? Auch die Behauptung, das die Gewerbesteuer von Vantage nicht in Groß-Gerau bleiben würde, ist schlechthin falsch, Vantage gründet für jedes Rechenzentrum vor Ort eine GMBH und bekanntlich ist der Firmensitz der Ort, an dem die Steuern bezahlt werden.
Hätte die SPD eine Mehrheit bei der Haushaltsverabschiedung zusammen bekommen, hätte Groß-Gerau seit 01.01 2026 eine Grundsteuer Hebesatz B von 990 Punkten. Ohne weitere Gewerbeansiedlung werden wir schneller als gedacht bei einen Grundsteuerhebesatz von 2.000 stehen und Tendenz weiter nach oben ohne einer wirklichen Widerstandslinie.



